Studie: Digitalkompetenzen werden immer stärker nachgefragt

27.11.2019

Wo steht die Digitalisierung in Deutschland und wie orientieren sich Unternehmen in diesen Zeiten? In einer gemeinsamen Studie untersuchen Bitkom Research und Tata Consultancy Services (TCS) die aktuellen Trends zur Digitalisierung. Fest steht bereits: Die Investitionen in die Digitalisierung der Unternehmen steigen stark an. Doch der Fachkräftemangel droht, die Digitalisierung auszubremsen.

Die überwältigende Mehrheit sieht in der Digitalkompetenz eine relevante Fähigkeit für die Zukunft. Gleichzeitig sind lediglich 65% der Befragten zufrieden mit den digitalen Kompetenzen ihrer Mitarbeiter. Um den Bedarf an gut geschulten Fachkräften zu decken, fördern vier von fünf Unternehmen die Digitalkompetenzen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

Agile Methoden könnten zur Kernkompetenz werden

Mit Blick auf zunehmend komplexere Problemstellungen sehnen sich zahlreiche Entscheidungsträger nach beweglicheren Strukturen. Sie ermöglichen schnellere Entscheidungen und erlauben die kurzfristige Anpassung an veränderte Gegebenheiten. Auch deshalb erfreuen sich agile Methoden einer steigenden Beliebtheit in den Unternehmen. Im Vergleich zur Vorjahresstudie stieg der Anteil der Unternehmen, die agile Methoden einsetzen, um rund zehn Prozentpunkte.

Agile Methoden – unter anderem Scrum, Kanban oder Design Thinking – werden längst nicht mehr nur in der Entwicklung eingesetzt. Mögliche Gründe für den Erfolg der neuen Herangehensweisen dürften in den Grundsätzen liegen, die dem System zugrunde liegen. Transparenz, Selbstorganisation und Kundenzufriedenheit bilden die Grundpfeiler der zwölf agilen Prinzipien. Auch wegen dieser klaren Regeln werden agile Methoden mittlerweile im Projektmanagement, im Marketing und in den HR-Abteilungen angewandt.

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IT-Sicherheit und Datenschutz: Hürden auf dem Weg zum digitalen Ziel

Häufig bremsen Bedenken zur IT-Sicherheit und zum Datenschutz die Einführung neuer digitaler Lösungen. Über die Hälfte der befragten Unternehmen nannten die Anforderungen an den Datenschutz (53%) beziehungsweise an die IT-Sicherheit (52%) als Hürde der digitalen Transformation im eigenen Unternehmen. Einer der Gründe: zahlreiche Unternehmen finden schlicht keine gut ausgebildeten Experten für diese Aufgabenbereiche. Zwar sind die Unternehmen bereit zu investieren. Doch der Arbeitsmarkt allein kann die steigende Nachfrage nicht decken.

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Zunehmend setzen Unternehmen auf die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen. Mit Aufstiegs- und Anpassungsfortbildungen werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt auf neue Aufgaben und kommende Herausforderungen vorbereitet. Gleichzeitig bemühen sich immer mehr Firmen mit eigenen Programmen darum, die Fluktuation zu senken und wichtige Experten im Unternehmen zu halten.

 

Aus- und Weiterbildung gegen den Fachkräftemangel

In der Regel sind es die Unternehmen selbst, die abschätzen können, in welchen Bereichen ihnen wichtige Fach- und Führungskräfte fehlen. Durch die gezielte Aus- und Weiterbildung können sie diesem Mangel begegnen und sich ein Stück weit von der aktuellen Arbeitsmarktlage unabhängig machen. Die Bitkom Akademie bietet ein breit gefächertes Portfolio an Weiterbildungen zu den verschiedenen Arbeitsbereichen in der digitalisierten Wirtschaft. Alle Weiterbildungen der Bitkom Akademie finden Sie online.

Noch mehr zum Stand der Digitalisierung erfahren Sie in der gemeinsamen Trendstudie von Tata Consultany Services (TCS) und Bitkom Research. Dort beleuchten sie zum vierten Mal in Folge den Status quo der digitalen Transformation deutscher Unternehmen. Die Methodik der Untersuchung wurde über die Jahre weitgehend beibehalten. Auf diese Weise sind die Ergebnisse über die Zeit vergleichbar und die Stoßrichtungen von Unternehmen verschiedener Größe und Branche nachvollziehbar. Die Stichprobe umfasst 953 Interviews.

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