Vom papierlosen Büro zum bürolosen Unternehmen

„Mir ist egal, wo meine Leute arbeiten, Hauptsache die Leistung stimmt“, sagt Kasper Rorsted. So wie der ehemalige Henkel-Vorstandschef sehen es bereits viele Unternehmer in Deutschland. Denn in der Neugestaltung der Arbeitsformen und -umgebungen spielt uns die Digitalisierung in die Hände: alte Bürowelten können nach und nach in eine neue Dimension überführt werden – wo es keinen Drucker oder sogar überhaupt kein Büro mehr braucht. Doch wie geht das? Ist das tatsächlich umsetzbar? Diese Fragen haben einige Unternehmen bereits für sich beantwortet und ihren ganz eigenen Weg eingeschlagen. 

Nicht nur digital, sondern auch real gestalten Unternehmen ihre Arbeitswelt neu: Mit Glastüren lässt sich beispielsweise vieles transparenter machen. Bisherige Bereiche zum Drucken und Ablegen von Dokumenten lassen sich durch sogenannte Druckerinseln zu einem Treffpunkt für neue Ideen umfunktionieren. 
Die Stadtwerke Leipzig haben durch diese beispielhaften Raumgestaltungen während ihres Umzugs in ein neues Gebäude so einiges ins Rollen gebracht. „Unser Ziel war es, unsere offene, kommunikative und transparente Unternehmensphilosophie auch in unserer Bürowelt widerzuspiegeln“, berichtet Ines Ammon, Abteilungsleiterin Gebäude- und Flächenmanagement. Mit viel Mut und aktivem Handeln haben die Stadtwerke es geschafft, die interne Kultur mit der Neugestaltung der Arbeitsumgebung zu verändern. Andere Unternehmen gehen noch einen Schritt weiter. Ein vollständig papierfreies Büro ist hier das Ziel: keine Notizzettel, keine Stifte, kein Papierstau im Drucker. 

Ein Unternehmen ohne Büro? Ist das möglich?

Papierlos zu arbeiten ist jedoch nicht nur gut für Umwelt und Kostenplanung. Neue digitale Technologien erlauben Mitarbeitern völlig neue Freiheiten. Plötzlich ist es möglich, von überall aus zu arbeiten – zu jeder Zeit. Diese Flexibilisierung des Arbeitsplatzes ist auch das Arbeitsprinzip der AviloX GmbH. Ein Blick hinter die Kulissen des Unternehmens zeigt: mit Hilfe von sozialen Technologien  ist es nicht nur möglich papierlos zu arbeiten – auch ein Büro wird obsolet. 
Die Mitarbeiter von AviloX sind über verschiedene Kanäle miteinander vernetzt, arbeiten virtuell gemeinsam an Projekten und teilen sich ihre Arbeitszeit selbstbestimmt ein. Das Arbeiten nach Stechuhr weicht hier der flexiblen Arbeitszeit. Statt Wissensfürstentümer aufzubauen, wird in Netzwerken kommuniziert. Dass diese Herangehensweise auch Innovationen und die schnelle Weiterentwicklung von Mitarbeitern fördern kann, liegt auf der Hand. Schließlich feilt man gemeinsam an noch unfertigen Ideen und teilt sein Wissen ebenso wie Impulse mit anderen Teams. Gleichzeitig können mit der neuen Arbeitswelt auch weniger positive Effekte einhergehen. Die freie Zeit- und Ortswahl hat auch ihre Grenzen. Spätestens dann, wenn durch die unterschiedliche Verfügbarkeit des Teams der Organisationsaufwand überdimensional erschwert wird oder gar der Teamzusammenarbeit Schaden nimmt.

Moderne Arbeitswelt ohne Papier, ohne Büro und ohne Stechuhr – wie funktioniert das

Eine Standardlösung für modernes Arbeiten gibt es nicht. Jedes Unternehmen und jedes Team muss seinen eigenen Weg finden. Dabei sollte nicht im Fokus stehen was gerade state of the art ist, sondern was zur eigenen Kultur, den eigenen Prozessen, Leistungen und Zielen passt. 
Welche Einstiegspunkte Unternehmen auf ihrem Weg in die moderne Arbeitswelt gewählt haben und warum, welche Hürden dabei auftraten und wie Sie selbst den richtigen ersten Schritt für sich wählen können, erfahren Sie im kostenlosen Online-Seminar der BitkomAkademie: „Moderne Arbeitsformen und Arbeitsumgebungen“.

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