Weiterbildung 2025

Eine Studie der Bitkom Akademie & HRpepper Management Consultants
 
 

Wie lernen wir 2025?

Welche Formate bestimmen die Weiterbildung von morgen? Wie gestalten Organisationen in Zukunft die Weiterbildung? Auf welche Szenarien sollten wir uns heute schon vorbereiten? Diese und viele weitere Fragen wollten wir mit unserer Studie zur Weiterbildung 2025 klären. Schon heute ist die Weiterbildungslandschaft ein besonders dynamisches Umfeld. Neue Themen, innovative Formate und kreative didaktische Ansätze bereichern regelmäßig den Markt. Uns war wichtig herauszufinden, welche dieser aufkommenden Trends einen Platz in der Weiterbildung von morgen haben werden. Dafür haben wir mehrere hundert Fach- und Führungskräfte befragt und spannende Experteninterviews geführt. Die Erkenntnisse unserer Studie haben uns manchmal überrascht, manchmal haben wir es geahnt – aber vor allem haben sie uns inspiriert.

Die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften spielt schon lang eine wichtige Rolle in Unternehmen. Heutiger und zukünftiger Erfolg beruht auf den gut geschulten Beschäftigten, die im Unternehmen für Innovationen sorgen und sich immer wieder auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen. Diese herausfordernden Veränderungen konnten wir in den vergangenen Wochen hautnah miterleben. Deshalb haben wir die Teilnehmer unserer Umfrage auch nach den Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf ihre persönliche Weiterbildungsperspektiven befragt. Die Ergebnisse liefern starke Impulse, die eine Diskussion über die Zukunft der Aus- und Weiterbildung anregen werden. Welche Formate sich die Fach- und Führungskräfte heute und morgen wünschen – aber auch welche Rahmenbedingungen sie für Weiterbildungen sehen – erfahren Sie in diesem Studienbericht.

 

Inhalte

Der Aufbau der Studie

Zusammen mit der Transformationsberatung HRpepper Management Consultants hat die Bitkom Akademie Interviews mit Weiterbildungsbildungsexperten geführt und knapp 400 Personen aus verschiedenen Hierarchiestufen, Unternehmen und Branchen befragt.

Welche Formate und Inhalte die Weiterbildungslandschaft im Jahr 2025 prägen werden, haben wir mit der Hilfe von zehn Szenarien und einer wissenschaftlichen Umfrage untersucht. Neben der künftigen Aus- und Weiterbildung stehen allerdings auch aktuelle Ereignisse im Fokus unserer Untersuchung. Ganz sicher haben auch Sie bemerkt, dass das neuartige Coronavirus zu einem plötzlichen Wandel in unserer Arbeitswelt geführt hat. Deshalb haben wir die Teilnehmenden im Rahmen der Studie auch zu diesen Entwicklungen befragt. 

Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über die Zusammensetzung unserer Stichprobe. Um unsere Ergebnisse auf viele verschiedene Branchen und Unternehmensbereiche übertragen zu können, war es für uns wichtig, eine vielfältig zusammengesetzte Gruppe von Menschen zu befragen.

Die Zusammensetzung der Befragten

Bitkom Akademie | Studie: Geschlecht

Bitkom Akademie | Studie: Geschlecht

Bitkom Akademie | Studie: Geschlecht

Bitkom Akademie | Studie: Geschlecht

 

Zehn Szenarien zur Weiterbildung im Jahr 2025

 

Bitkom Akademie | Szenarien

Im Jahr 2025 hat sich der War for Talents weiter verschärft. Arbeitgeber mit dem attraktivsten Weiterbildungsangebot gewinnen die besten Mitarbeiter für sich. Da viele Fachkräfte fehlen, investieren Organisationen massiv in Weiterbildung.

 

Bitkom Akademie | Szenarien

Im Jahr 2025 sind Lernende nur noch in seltenen Fällen bereit, zu Präsenzformaten anzureisen. Der Kostendruck auf Weiterbildungsbudgets ist gleichzeitig stark angestiegen, daher ergibt sich eine Reduzierung des Angebots von Präsenzformaten.

 

Bitkom Akademie | Szenarien

Im Jahr 2025 sind Soft Skills wichtiger als Hard Skills. Zu den wichtigsten Soft Skills zählen beispielsweise Veränderungsfähigkeit, vernetztes Arbeiten und digitales Führen von selbstgesteuerten Teams.

 

Bitkom Akademie | Szenarien

Im Jahr 2025 organisieren Mitarbeiter eigenverantwortlich ihre Weiterbildung. Zentrale Bildungsinstanzen in Organisationen stehen ihnen als Sparringspartner und Ratgeber zur Seite.

 

Bitkom Akademie | Szenarien

Im Jahr 2025 ergänzen sich On- und Offline-Formate automatisch. Lernende bewegen sich ganz selbstverständlich in der Augmented und Virtual Reality mit digitalen Tutoren und Avataren. Künstliche Intelligenz zeigt den Lernenden individuelle Lernpfade auf.

 

Bitkom Akademie | Szenarien

Im Jahr 2025 gehört Weiterbildung ganz selbstverständlich zu einem modernen Lebensstil dazu. Die Grenzen zwischen beruflicher und privater Weiterbildung verschwimmen. Permanentes Lernen bei der Arbeit und in der Freizeit ist Teil der Selbstverwirklichung vieler Menschen geworden und sie investieren auch privat finanziell in ihre Weiterbildung.

 

Bitkom Akademie | Szenarien

Im Jahr 2025 fordern Lernende in Weiterbildungen sofortige Lösungen für ihre persönlichen Herausforderungen. Weiterbildungsformate und -inhalte sind daher flexibel auf individuelle Bedürfnisse unterschiedlicher Gruppen (z. B. Alter, Hierarchie etc.) anpassbar. Menschen teilen bedenkenlos ihre Daten, um personalisierte Angebote zu erhalten.

 

Bitkom Akademie | Szenarien

Im Jahr 2025 liefern Weiterbildungsanbieter standardmäßig Daten zur Effektivität ihrer Angebote und bilden den Umsetzungs- und Lernfortschritt der Lernenden direkt ab. Die Wirksamkeit von Weiterbildungsangeboten dient als hauptsächliches Entscheidungskriterium für Weiterbildungsverantwortliche und bestimmt die Reputation der Anbieter.

 

Bitkom Akademie | Szenarien

Im Jahr 2025 agieren Weiterbildungsanbieter zunehmend als Berater, Begleiter und Gestalter von Lernformaten. Bei Standardthemen wird der Markt von einigen wenigen Anbietern dominiert, während Trendthemen von vielen unterschiedlichen Anbietern vermarktet werden.

 

Bitkom Akademie | Szenarien

Im Jahr 2025 haben viele Lernende eine kürzere Aufmerksamkeitsspanne. Lernformate und -inhalte sind kürzer und zielfokussierter gestaltet, um produktives Lernen zu ermöglichen.

 

Weiterbildung 2025 | Die Ergebnisse

Weiterbildungen sind fester Bestandteil des Berufslebens vieler Fach- und Führungskräfte. Wie genau Sie Fortbildungen nutzen und wer passende Seminare auswählt, haben wir in unserer Studie genauer untersucht. Dabei wurde analysiert, ob es Unterschiede in der Wahrnehmung von Personen mit und ohne Führungsverantwortung gibt. Hinweise auf interessante Unterschiede finden Sie in der Beschreibung der jeweiligen Ergebnisse sowie im vollständigen Studienbericht.

Kernergebnisse im Überblick

Weiterbildungen als strategische Chance

Knapp die Hälfte der Unternehmen nutzt Weiterbildung aktuell als strategische Chance.

47% der Befragten gaben an, dass Weiterbildung gerade strategisch eingesetzt wird, um Mitarbeiter zum Umgang mit künftigen Veränderungen zu befähigen. Das Ergebnis zeigt jedoch auch, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen diese Chance in der aktuellen Situation nicht ausreichend nutzt. Die Aufschlüsselung der Antworten nach Hierarchieebenen ergibt ein differenziertes Bild: Während 80% der Teilnehmenden auf Ebene der Geschäftsführung davon überzeugt sind, dass Weiterbildung aktuell strategisch eingesetzt wird, teilen diese Ansicht nur 42% der restlichen Belegschaft.

Wer trägt die Verantwortung für strategische Weiterbildungen?

Mitarbeiter tragen schon jetzt eine hohe Verantwortung für ihre Weiterbildung. Die Geschäftsführung schätzt selbst ihre Verantwortung für Weiterbildung deutlich höher ein als der Rest der Befragten.

70% der Befragten sehen heute eine hohe Verantwortung für die persönliche Weiterbildung bei den Mitarbeitern, nur 40% erkennen aktuell eine hohe Verantwortung von HR. Während 82% der Mitglieder der Geschäftsführung eine hohe Verantwortung bei sich sieht, teilen nur 37% der restlichen Belegschaft dieses Bild. 75% wünschen sich, dass Mitarbeiter in Zukunft ihre Weiterbildung komplett eigenverantwortlich organisieren. Die Teilnehmenden sind jedoch nur verhalten optimistisch, ob dieser Zustand in fünf Jahren schon Realität sein wird.

Wie die Coronavirus-Krise den Blick auf Weiterbildungen verändert

Während der Coronavirus-Krise haben Beschäftigte mehr Zeit in kostenfreie Weiterbildung gesteckt, die sie häufig nicht zufriedengestellt hat.

Seit März 2020 haben 31% der Befragten mehr Arbeitszeit mit Weiterbildung verbracht, wobei vor allem kostenfreie Online-Seminare, Webkonferenzen und Workshops besucht wurden. Allerdings war knapp die Hälfte nur teilweise oder gar nicht zufrieden mit den Weiterbildungsangeboten der letzten Wochen. 52% gehen davon aus, dass sich die Budgets für Weiterbildung in Zukunft vergrößern werden.

Lernformate werden kürzer

Lernformate werden kürzer und finden seltener in Präsenz statt.

Ein Großteil der Befragten geht davon aus, dass Lernformate aufgrund einer geringeren Aufmerksamkeitsspanne kürzer werden (61%), der Kostendruck ansteigt und Präsenzformate seltener werden (59%). Gleichzeitig betrachtet die Mehrheit diesen Ausblick jedoch als nicht wünschenswert.

Das Fazit unserer Untersuchung

Wie werden Weiterbildung und Lernen in Zukunft gestaltet sein? Die Ergebnisse unserer Studie schaffen Klarheit in Zeiten von Unsicherheit: Die Bedeutung von Weiterbildungen steigt und der War for Talents wird sich verschärfen. Um in Zukunft die besten Mitarbeiter für sich gewinnen zu können, müssen Unternehmen also attraktive Weiterbildungsangebote schaffen. Zudem geht die Mehrzahl der Befragten davon aus, dass Lernen künftig digitaler, in kürzeren Einheiten und zielgerichteter stattfinden wird. Gleichzeitig steigt der Kostendruck auf Weiterbildungsbudgets. Berufliche Bildungsinhalte werden in Zukunft daher wahrscheinlich vermehrt digital zur Verfügung stehen und Lernen wird seltener in Präsenzformaten stattfinden – auch wenn ein großer Teil der Befragten dies explizit nicht wünscht. Die Beschäftigten möchten in Zukunft noch mehr Verantwortung für ihre eigenen Weiterbildungen übernehmen. Daher ist es äußerst notwendig, dass das Management Rahmenbedingungen schafft, in denen Angestellte auch tatsächlich mehr Eigenverantwortung übernehmen können und dürfen. Außerdem erwarten die Befragten, dass Soft Skills einen höheren Stellenwert einnehmen werden als Hard Skills.

Zusätzlich liefert unsere Studie spannende Erkenntnisse darüber, welche Rolle Weiterbildung im Kontext der Coronavirus- Krise spielt: Ein Großteil der befragten Unternehmen nutzt die Zeit als Chance und ermöglicht seinen Beschäftigten, mehr Zeit in Weiterbildung zu investieren. Allerdings überwiegen dabei kostenfreie Lernangebote, mit denen viele Teilnehmer nur teilweise zufrieden waren. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass noch längst nicht alle Unternehmen Weiterbildungen als strategischen Hebel nutzen. Um durch Weiterbildung den langfristigen Erfolg eines Unternehmens zu sichern, ist es aus unserer Sicht zentral, ganz bewusst ein ausreichendes Budget für Weiterbildung zur Verfügung zu stellen, eine positive Lernkultur zu fördern und regelmäßig zu evaluieren, wie zufrieden die Mitarbeiter mit den wahrgenommenen Weiterbildungen sind. Nur durch bewusste Investition in die Aus- und Weiterbildung können sich Unternehmen auch in Zukunft qualifizierte Angestellte sichern, die schnell und flexibel auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren können.

Als Weiterbildungsanbieter und Transformationsberatung müssen wir uns fragen, wie wir jene Szenarien in die Wirklichkeit umsetzen, die von den Befragten ausdrücklich gewünscht wurden. Das bedeutet beispielsweise, Führungskräfte und HR-Experten dabei zu begleiten, ihre Rolle an die erhöhte Eigenverantwortung von Mitarbeitern anzupassen und Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Menschen in Unternehmen tatsächlichen Freiraum für ihre persönliche Weiterbildung erhalten. Gleichzeitig gilt es für uns nun dort gegenzusteuern, wo Trends an den Wünschen der Befragten vorbeigehen. Unter anderem Hybridformate aus Präsenz- und Online-Formaten könnten den entscheidenden Unterschied ausmachen. Sie bieten gleichermaßen das selbstbestimmte Lernen im digitalen Raum und die gewünschte zwischenmenschliche Interaktivität.

Zusätzlich bedarf es auch des politischen Willens, Weiterbildung aktiv zu fördern. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen könnten dadurch in ihren Vorhaben zur strategischen Personalentwicklung bestärkt werden. Auf diese Weise kann Weiterbildung auf individueller Ebene mit den strategischen Zielen eines Unternehmens verknüpft werden.

 

Studienbericht kostenfrei bestellen

 

 

 

 

Ihre Ansprechpartner

Bitkom Akademie | Studie: Dr. Franziska Schölmerich
Dr.
Franziska Schölmerich
Senior Consultant | HRpepper Management Consultants
Bitkom Akademie | Patrick Karwath
Patrick Karwath
Digital Marketing Manager – Project Lead MarTech

share