Den digitalen Wandel nicht verpassen

Die Digitalisierung zählt zu den aktuellen Top-Themen der Wirtschaft – und ist damit auch einer der entscheidenden Wettbewerbsfaktoren. Doch beinahe Zweidrittel der deutschen Unternehmen laufen der digitalen Transformation noch immer hinterher. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des IT-Forschungsunternehmens Crisp Research in Kooperation mit Dimension Data vom März dieses Jahres.

Der Untersuchung zufolge hat mehr als die Hälfte der 100 Befragten bislang noch keine funktionierende Digitalstrategie. Dadurch verpassen die Unternehmen die Chance, ihre technologische Entwicklung voranzutreiben.

IT-Abteilungen übernehmen mehr Verantwortung

Eine sinnvolle Digitalisierungsstrategie wirkt sich unter anderem auf die Aufgabenverteilung einzelner Abteilungen im Unternehmen aus. Die Mitarbeiter in IT-Abteilungen müssen mehr Verantwortung tragen und aus der rein ausführenden Rolle heraustreten und zum zentralen Ideengeber für das Unternehmen werden. 83 Prozent der Befragten sehen laut Studie ihre IT-Abteilung künftig verstärkt in der Beraterrolle. Demnach soll die IT-Abteilung Aufgaben wie die Prozessplanung und -umsetzung übernehmen und sowohl Kunden- als auch Mitarbeiterbedürfnisse stillen. Mehr als zwei Drittel (69%) der Befragten identifizieren ihre IT-Abteilung sogar als treibende Kraft des digitalen Wandels.

Um die anstehenden Aufgaben schultern zu können, ist es für die meisten Unternehmen sinnvoll, ihre Budgets für den Erwerb und die Implementierung von IT-Lösungen der nächsten Generation zu erhöhen. Denn entscheidend für den Erfolg der Digitalisierung ist, nicht nur einzelne Geräte oder Prozesse zu ersetzen, sondern eine grundlegende Modernisierung und Optimierung der Abläufe vorzunehmen.

Digitalisierung bleibt Chefsache

Trotz der führenden Rolle der IT-Abteilung, ist die digitale Transformation in erster Linie Sache der Geschäftsführung. Denn die Digitalisierung hat bedeutenden Einfluss auf Unternehmensstrategie und -wachstum. Somit sollte das Ziel der Geschäftsleitung sein, den Überblick über die Weiterentwicklung des Unternehmens zu behalten, eine kontinuierliche technologische Entwicklung zu gewährleisten und Silobildung zu vermeiden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Externe Partner als Experten an der Seite

Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen lohnt sich die Einbindung professioneller Partner, um den digitalen Wandel erfolgreich und effizient zu schaffen. Denn sie verfügen oft nicht über die notwendigen Ressourcen und aktuelles Prozess- und Branchen-Know-how, um die Aufgaben in Eigenregie zu stemmen.

Viele Unternehmen haben inzwischen erkannt, dass ihre Zukunft von der Strategie und den Mitteln abhängt, mit denen sie der digitalen Transformation begegnen. Die größeren Unternehmen sind bereits aktiv geworden. Jetzt liegt es am Mittelstand, innovative Ideen und finanzielle Mittel in die eigene Strategie zu investieren. Denn wer die Digitalisierung jetzt noch nicht ganz oben auf seiner Agenda hat, der wird in Zukunft kaum eine Chance am Markt haben.

Über den Autor:

Sven Heinsen ist seit November 2014 Deutschland-Chef von Dimension Data. Er kam 2009 als Director Solutions und Mitglied der deutschen Geschäftsleitung zum Unternehmen. Davor war Heinsen unter anderem im Management von IBM, Telindus und der avodaq AG tätig.

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