Was macht eigentlich ein Data Scientist?

07.12.2016

In der Bitkom Akademie bilden wir regelmäßig Data Scientists aus. Was sie sich von der Ausbildung zum „sexiest job of the 21st century“ (Harvard Business Review) erhoffen, erklären Bernardo Strasburger (International Project Manager, Cloud Consultant, Near-/Offshore Manager) bei T-Systems International GmbH und Maria Bieber (Geschäftsbereichsleiterin Unternehmenskommunikation) im Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Region Stuttgart (KDRS) im Interview. Beide sind Teilnehmer der aktuell laufenden Ausbildung. Die nächste Runde des Zertifikatslehrgangs startet im Februar 2017.

1. Warum braucht Ihr Unternehmen einen Data Scientist bzw. wo sehen Sie hier in Zukunft Potenzial?

Maria Bieber: In meinem kommunalen IT-Bereich ist bisher niemand mit dem Berufsbild „Data Scientist“ vertreten. Aufgrund der Vielfältigkeit der vorhandenen Daten in meinem Bereich sind die Anwendungsmöglichkeiten sehr groß.

Bernardo Strasburger: In der heutigen Zeit und insbesondere für die Zukunft werden in sehr vielen Branchen große Datenmengen (Big Data) ausgewertet. Somit müssen die Unternehmen dafür sorgen, dass sie permanent über genügend Data Scientists verfügen, die sie jederzeit einsetzen können.

Ich bin seit mehreren Jahren in der IT-Unternehmensberatung und habe im November 2015 meinen M.B.A. Biotechnology and Medical Technology an der Universität Potsdam erfolgreich abgeschlossen. Dabei habe ich festgestellt, dass auch in den Branchen Pharma und Gesundheitswesen dringend Data Scientists benötigt werden, die mit Datenmodellen und -architekturen umgehen können. 

2. Welche Aufgaben werden/könnten Sie als Data Scientist neu übernehmen?

MB: Ich werde mich stärker rund um Innovationsthemen für die kommunalen Entwicklung einbringen: Das beinhaltet zum Beispiel die Verarbeitung, Analyse, Visualisierung und Auswertung von Echtzeitdaten über mehrere Fachgebiete und –verfahren hinweg.

BS: Die Hauptaufgabe eines Data Scientist wird es sein, aus den vielen und unterschiedlichen Datenquellen die wichtigen Antworten auf Unternehmensfragen zu finden, um den (internen oder externen) Kunden einen guten Vorteil für seine (neuen) Geschäftsmodelle zu geben.

3. Konnten Sie bereits einige Ansätze und Anregungen der Ausbildung in Ihrer täglichen Praxis umsetzen? 

MB: Ja, ich bin schon dabei, einen konkreten Business Case als meine Transferarbeit auszuarbeiten.

BS: Ich bin ebenfalls in der Ausarbeitung eines Business Cases für meine Transferarbeit involviert.

4. Warum haben Sie sich für die Ausbildung bei der Bitkom Akademie entschieden?

MB: Weil die Kombination von Theorie und Praxis beim Thema „Data Science“ in dieser Form unschlagbar ist.

BS: Die Analyse und Aufbereitung großer Datenmengen ist die Voraussetzung für die Digitalisierung in vielen deutschen Unternehmen. Als Cloud-Consultant steht für mich die digitale Transformation generell im Mittelpunkt. In meiner Beratung fällt mir ein großes Interesse interner und externer Kunden an Big Data und Algorithmen auf. Leider gibt es bis jetzt noch nicht so viele Data Scientists. Die Bitkom Akademie ist mit ihrer Ausbildung aber auf dem richtigen Weg das zu ändern.

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